Konsumwahn vs. Ordnungsliebe oder was uns wirklich glücklich macht!

Wir alle müssen konsumieren. Wir müssen essen, trinken und uns kleiden. Aber wir konsumieren auch, weil es Spaß macht. Oder aus Langeweile. Doch brauchen wir alle diese Besitztümer wirklich? Nachfolgend haben wir für Euch ein paar spannende Fakten zum Thema Konsum und Besitz zusammengestellt. Ihr werdet bestimmt überrascht sein.

  1. Der durchschnittliche Europäer besitzt in etwa 10.000 Gegenstände. Dazu zählt wirklich alles von der Zahnbürste über Schuhe bis hin zum Toaster. Dinge die sich aufbrauchen, Dinge die rumstehen und Dinge die man kauft und nie verwendet. Kein Wunder also, dass wir uns beim Umzug die Haare raufen und der Umzugstransporter immer voller ist als wir erwartet hatten.
  2. Diese 10.000 Gegenstände lagern im Schnitt auf 47 m². Dies ist übrigens die durchschnittliche Mietgrundwohnfläche pro Person in Deutschland. Bei einem Quadratmeterpreis von 17,00 € beispielsweise in München ist dies kein günstiger Spaß.
  3. Zu den 10.000 Gegenständen, die jeder Europäer besitzt, gehören auch Unmengen an Textilien. Die Deutschen geben im Jahr rund 790,00€ nur für ihre Kleidung aus. Besonders gerne wird viel und billig gekauft.
  4. In deutschen Kleiderschränken hängen unzählige Kleidungsstücke. Bei Frauen sind es ungefähr 118, bei den Männern immerhin noch 73 – Unterwäsche und Socken werden da übrigens noch gar nicht mitgezählt. Wirklich schlimm ist jedoch, dass viele Stücke nie getragen werden.
  5. Gemäß Greenpeace werden 40% der Kleidung von 18 – 69-Jährigen in Deutschland nie getragen. Jeder Deutsche kauft im Durchschnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr, Jugendliche sogar deutlich mehr. Nach ihrer kurzen Lebensdauer landen drei von vier Kleidungsstücken im Müll, nur ein Viertel wird recycelt.
  6. Zu dem hohen Konsum von Kleidung werden entsprechend auch viele Lebensmittel gekauft. Jeder Deutsche wirft pro Jahr im Schnitt 80 kg Lebensmittel ungenutzt in die Mülltonne. Experten gehen davon aus, dass 2/3 unseres Restmülls komplett vermeidbar wären.

Vor allem, da die Herstellerangaben zum Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich Richtwerte sind, aber häufig als Verfallsdatum missverstanden werden.

  1. Im Bereich Mobiltechnik muss man auch immer den neuesten Trends folgen. Im Jahr 2017 wurden ungefähr 24 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Jeder dritte Deutsche besitzt somit ein Neugerät.
  2. Bei so vielen Ausgaben, dem Konsumwahn und der ausufernden Verschwendung, wundert es Einen dann auch nicht, dass rund 10% aller volljährigen Deutschen verschuldet sind.

Wichtig ist erst einmal zu erkennen, dass man vieles selber in der Hand hat. Um etwas Ballast loszuwerden, kann es helfen auszumisten. Denn Aufräumen tut nicht nur der Wohnung gut, sondern auch der Seele.

Man sagt zwar das Genie beherrscht das Chaos, aber ganz ehrlich wie oft habt ihr schon hektisch nach eurem Schlüssel gesucht und konntet ihn nicht  finden? Nachfolgend findet ihr paar Tipps , die euch helfen Ordnung zu schaffen. Ordnung schaffen klingt auch viel positiver als aufräumen. Allein das Wort „Aufräumen“ löst in vielen von uns eine tiefe Abneigung und eine Pflicht aus, der wir am liebsten trotzen möchten.

Doch mit der KonMari-Methode, erfunden von Marie Kondo einer Ordnungsliebenden Japanerin, geht es ganz leicht. Insgesamt gibt es nur zwei Schritte die zu befolgen sind. 1. Dinge wegwerfen und 2. Aufbewahrungsorte festlegen. Wichtig ist, dass die beiden Handlungen strikt voneinander zu trennen sind. Mit dem zweiten Schritt darf erst angefangen werden, wenn der erste Schritt abgeschlossen ist. Man sollte sich auch nicht durch die einzelnen Zimmer arbeiten sondern nach Kategorien von Dingen.

Folgende Reihenfolge ist am Effektivsten: erst Kleidung, dann Bücher/Schriftstücke und ganz zuletzt Erinnerungsstücke. Beim Aussortieren empfiehlt Frau Kondo eine ruhige Atmosphäre. Beginnend in der Kategorie Kleidung, soll jeder einzelnen Gegenstand in die Hand genommen werden und man sollte sich die Frage stellen “Machst du mich in diesem Moment glücklich?“. Der ursprüngliche Preis oder der Anlass des erworbenen Gegenstandes sollten den Wegwerfmut nicht dämpfen. Macht der Gegenstand einen JETZT nicht glücklich muss er weg. Meldet sich auf einmal da schlechte Gewissen, helfe es Abschied zu nehmen.

Hat man sich durch den ersten Schritt gekämpft ist der zweite Schritt – jedem Gegenstand einen Platz zu geben vergleichsweise ein Kinderspiel. Mit einem festen Platz muss man seine Schlüssel auch nie wieder suchen.

Und die Moral von der Geschichte? Nicht alles was wir konsumieren benötigen wir auch. Kauft überlegt und ausgewählte Dinge, dann habt ihr länger Freude daran. Auf der anderen Seite ist es ein gutes Gefühl die eigene Bude auszumisten und Platz und Ordnung zu schaffen. Dann habt ihr auch wieder Platz für schöne Dinge, die Euch glücklich machen.

#StayOrganized

#StayFree

 

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