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Was bringen Praktika?

In den Semesterferien möchte man am liebsten eigentlich nur die Seele baumeln lassen und sich auf nichts anderes als Erholung konzentrieren, da man nach den Klausuren meistens geschafft ist bis zum geht nicht mehr. Um den Lebenslauf etwas aufzupeppen ist es jedoch gar keine allzu dumme Idee, sich um ein Praktikumsplatz für die Semesterferien zu kümmern. In jedem Studiengang ist es meistens von Vorteil praktische Erfahrung zu sammeln. Warum genau die zusätzliche Arbeit sich am Ende auszahlt und wieso man auch noch in den Ferien arbeiten sollte, erfährst du in dem folgenden Artikel.

Vorteile

Motivation

Die meisten Studiengänge sind eher theoretisch ausgelegt und es besteht selten die Möglichkeit das gelernte in der Praxis anzuwenden. Deshalb ist es nicht nur für deinen Lebenslauf von Vorteil dir mal im tatsächlichen Geschehen die Hände schmutzig zu machen, sondern auch für deine eigene Motivation. Gerade in klassischen Studiengängen wie der Betriebswirtschaftslehre, fragt man sich des öfteren wofür man die ganzen Formeln und Theorien lernt und wie sie in der Realität anzuwenden sind. Daher verschafft es einem eine große Genugtuung zu sehen, wie man das Gelernte nutzen kann. Das gilt aber wie gesagt, für so gut wie jeden Studiengang.

Lebenslauf

Generell ist es natürlich auch nicht schlecht seinen Lebenslauf etwas aufzupolieren. Dies gelingt dir besonders, indem du es schaffst, dass sich ein metaphorischer roter Faden durch diesen zieht. Daher solltest du nicht einfach willkürlich irgendwelche Praktika beginnen, sondern sorgfältig auswählen, welche Branche dich interessiert und dich im Hinblick auf die spätere Berufswahl voranbringt. Für deine erste Stelle kann das Anschreiben zwar auch von Relevanz sein, aber generell blicken Personaler eher auf den CV um zu sehen, ob und was für ein Muster sich bei dir durch den Lebenslauf zieht. Deshalb solltest du es ruhig nach außen tragen, wenn du bereits in dem für dich interessanten und relevanten Gebiet tätig warst. Dass du mit 14 mal in einem Eisladen ausgeholfen hast, ist da im Zweifel nicht ganz so interessant. Kleiner Tipp am Rande: Du solltest nach jeglichen Praktika usw. unbedingt ein Arbeitszeugnis verlangen, so hast du zum einen eine Referenz und erfährst zusätzlich auch noch wie gut oder schlecht deine Vorgesetzten über dich denken und woran du im Zweifel noch arbeiten musst.

Du hast jedoch nicht nur die Möglichkeit zu erfahren, wie du bei anderen ankommst, sondern kannst im Zweifel auch noch vieles über dich und die später jobrelevante Soft Skills lernen. Bist du ein Team-Player? Jemand der mit Kunden gut umgehen kann und ein gewisses Verhandlungsgeschick an den Tag legt? All das sind Fragen, die sich wohl niemand im Alltag stellt beziehungsweise, die im theoretischen Studium völlig unwichtig sind. Diese Erkenntnisse kannst du dann in deinen späteren Bewerbungsgesprächen sicherer und souveräner ausspielen und auch bereits Beispiele nennen.

Eyes on the future

Von dem Gedanken, dass ein Praktikum als Kaffee-kochender Laufbursche umsonst ist, solltest du auch unbedingt abrücken. Es ist völlig klar, dass man in einigen Berufen und Unternehmen schneller selbst mit anpacken kann als in anderen, aber man hat immer die Chance in das jeweilige Berufsbild einen Einblick zu gewinnen und sich darüber klar zu werden, ob der betrachtete Beruf etwas für einen sein könnte. Falls du sehr unsicher darüber bist, was du dir vielleicht als Richtung für dich vorstellen könntest, hilft es oft über eine Art Ausschlussverfahren vorzugehen. Es gibt mittlerweile so viele verschiedene Sparten und Berufsbezeichnungen bei denen man oft nicht weiß, was man sich genau darunter vorstellen soll, daher einfach mal ausprobieren und keine Angst davor haben Fehler zu machen. Gerade im Praktikum ist es kein Problem, denn dort erwarten Unternehmen keine voll ausgebildeten Arbeitskräfte, sondern gehen davon aus, dass du noch relativ intensiv eingearbeitet werden musst.

Es kann auch nicht schaden schon mal zu erfahren, wie Hierarchien im Büro tatsächlich aussehen und was später im Job auf einen zukommt. Stromberg entspricht nämlich leider oder zum Glück nicht der Wahrheit. Wie man sich zu benehmen hat und was das Business-Knigge tatsächlich beinhaltet, kannst du so schon frühzeitig erfahren. Regeln bezüglich des ersten Tages haben wir bereits in einem vorherigen Artikel für euch zusammen gefasst, aber falls du deine Erinnerungen nochmal auffrischen möchtet, lies unsere Ratschläge nochmal unter:https://www.staytoo.de/neuer-job-neues-glueck-der-erste-endruck-entscheidet/ nach.

Nachteile

Bezahlung

Ein großes Manko ist natürlich die meist sehr geringe bis non existente Bezahlung eines Praktikums. Ein freiwilliges Praktikum, das weniger als drei Monate dauert muss gar nicht vergütet werden, was natürlich bedeuten kann, dass du eventuell 40 Stunden die Woche ohne finanzielle Gegenleistung arbeitest.

Zeit

Praktika kann man meistens nur in den Ferien machen, außer man hat ein verpflichtendes Praktikumssemester, und selbst da wird es oft knapp, da die meisten Unternehmen Praktikanten gerne für etwas längere Zeit einstellen. Meistens dauert es 2-3 Wochen bis man eingearbeitet ist und eigenständig und effizient Aufgaben abarbeiten kann, daher bringt es Firmen wenig, wenn du nach 4 Wochen dann schon wieder weg bist. Oftmals arbeiten Studenten deshalb auch noch in ihren Semesterferien weiter oder verpassen Vorlesungen, was natürlich nicht optimal ist, aber die Erfahrung in der Regel wert ist.

Bewerbungsverfahren

Manche Firmen veranstalten Bewerbungsverfahren auf die man sich sehr intensiv vorbereiten muss (Assessment Center). Das bedeutet natürlich weiteren Stress neben Klausuren und Vorlesungen und Zeit, die man sich irgendwie abknipsen muss. Am besten informierst du dich direkt bei dem Unternehmen, dass dich interessiert über die Aufnahmebedingungen.

Fazit

Wie man den Pro- und Contra-Argumenten entnehmen kann, ist ein Praktikum natürlich mit Arbeit verbunden, denn es bedeutet einen zusätzlichen Aufwand, den man sich selbst auferlegt. Manche Universitäten verlangen es, dass man Praktika absolviert, aber wenn man selbst vor der Entscheidung steht und weder Credits noch Geld für die anstehende Tätigkeit erwarten kann, ist es verständlich, dass man nicht vor Freude jubelt. Aber, wenn man genau drüber nachdenkt bringt diese Erfahrung schon sehr viel Mehrwert mit sich. Man sieht, was es bedeutet in einem Büro zu arbeiten und gewinnt erste Einblicke ins richtige Berufsleben. Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass die Konkurrenz nicht schläft. Viele sind ganz verrückt danach ihren Lebenslauf so hervorragend und eindrucksvoll wie möglich zu gestalten, damit sie später einen sicheren Einstieg in den Beruf garantiert haben. Also, sei nicht faul und flieg lieber nur mal ein verlängertes Wochenende weg anstatt der ganzen Semesterferien, denn wer weiß, vielleicht entdeckst du ja auch zufällig deinen Traumberuf.

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