Studium, Ausbildung oder duales Studium? – #StayEducated

Lassen wir die Option des Sabbatical beiseite und nun die Frage: „Mache ich eine Ausbildung, ein duales Studium oder ein klassisches Studium?“

Ob Bachelor-Studium, duales Studium oder Ausbildung, es gibt bei all diesen Optionen Vor-und Nachteile und primär Gedanken sollte man sich hierbei über die eigene Art und Weise zu lernen machen. Ist es für mich am besten in einem strukturierten, schul ähnlichen Rahmen meine Leistungen zu erbringen? Bin ich eher praktisch veranlagt und möchte nicht wieder die Schulbank drücken? Oder, bin ich für eine Symbiose und möchte sowohl einen schul ähnlichen Rahmen geboten bekommen, um mich auf der Theorieseite weiter zu bilden, als auch praxisorientiertes Lernen, bei dem ich zusätzlich richtige Berufserfahrung sammeln kann?

Für ein duales Studium und eine Ausbildung spricht die finanzielle Unabhängigkeit. Als Student ist man immer finanziell abhängig, sei es von den Eltern oder einem anderen Förderprogramm, aber als Auszubildende/r oder duale/r Student/in kann man sich sein eigenes Studenten Apartment durchaus auch selbst leisten. Braucht man keine eigene Wohnung, weil man weiterhin Zuhause wohnt, kann man das Geld für etwas anderes anlegen und hat geringe Ausgaben, aber einen stetigen Geldzufluss.

Vorausgesetzt, dass man sich anstrengt und gute Leistungen erbringt, ist die Wahrscheinlichkeit der Übernahme nach Abschluss der Ausbildung oder des dualen Studiums sehr groß. Dadurch bietet einem die Ausbildung schon mehr Gewissheit, als das reine Studium. Die Vorteile des Studiums überschneiden sich teils mit den Nachteilen der Ausbildung, denn statistisch gesehen hat man höhere Aufstiegschancen mit einem Hochschulabschluss und somit bessere Aussichten auf ein hohes Gehalt. Weiterhin sind weniger Akademiker arbeitslos als nicht Akademiker (2005 waren lediglich 2,5 % alles Akademiker erwerbslos), also hat man als Auszubildender zwar sicherere Chancen auf einen Job, aber nicht so gute Karrierechancen wie ein Studierender.

Zusätzlich gibt es auch viele private Universitäten, wie zum Beispiel die amd, die auch einen besonderen Schwerpunkt auf praktisches Lernen legen. Nachdem man also all die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bildungswege und die eigene Lernpräferenz analysiert hat, ist es schon etwas einfacher sich für eine Richtung zu entscheiden. Vor allem kann man durchaus beides machen, also an eine Ausbildung ein Studium anzuschließen ist nichts ungewöhnliches.

Hat man sich so eine innere logisch pro-contra Liste aufgestellt, ist die stetige paranoide und verängstigte innere Stimme für den Moment erstmal ruhig gestellt. Das alte Sprichwort: „Alle Wege führen nach Rom.“, ist auf den Werdegang bezogen insofern wahr, dass es heutzutage nicht mehr ganz so wichtig ist, dass man studiert und was man studiert. Dass ohne BWL, Jura oder Medizin nichts aus einem werden kann und dass man als Frau Geschichte studieren und einen adretten Juristen finden muss, ist veralteter als veraltet. Das wahre Problem heutzutage ist die riesige Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, denn circa 60% eines Jahrganges machen das Abitur und 77% aller Abiturienten beginnen ein Studium. Vor 25 Jahren haben etwas mehr als die Hälfte das Abitur abgeschlossen und nur etwa 72% der Studienberechtigten haben auch studiert.

Zusätzlich muss man sich heutzutage ja nicht nur mit der nationalen Konkurrenz, sondern auch noch der internationalen Konkurrenz messen. Hierbei ist unser Tipp: Macht etwas das euch richtig gefällt, weil man sich nur von der Masse abheben kann, wenn man mit voller Passion hinter seinem Beruf steht und echt Spaß dran hat. Klar, als Jurist verdient man statistisch gesehen mehr als eine Yogalehrerin, aber wenn Yoga total dein Ding ist und du es dir zu eigen machst, dann kann es sein, dass du am Ende daraus einen viel größeren Gewinn ziehst. Zusätzlich geht es ja auch nicht nur um das Materielle, sondern, dass man ungefähr 50 Jahre in seinem Beruf verbringen muss ohne einen Herzinfarkt oder ein Magengeschwür zu bekommen.



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