Du sitzt vor dem weißen Bildschirm deines Laptops.

Das Textprogramm ist geöffnet, aber leer.

Weil du keine Ahnung hast, was zur Hölle du da reinschreiben sollst.

Fuck.

Dabei warst du motiviert, hast dir vorgenommen, endlich das Anschreiben für deine Bewerbung fertig zu machen.

Aber dann sind die Zweifel gekommen, die dich ausbremsen.

  • Braucht man heutzutage noch ein Anschreiben?
  • Und was verdammt nochmal gehört da rein?
  • Gehe ich mit meinem Text nicht einfach in der Masse unter?

Solche Gedanken ziehen runter.

Da hilft es auch nichts, dass du zig Mal von Verwandten gehört und in schlauen Artikeln gelesen hast, dass Bewerbungen individuell sein müssen.

Schön und gut, aber individuell frisst halt übel viel Zeit, und gerade die fehlt dir zwischen Hörsaal und Nebenjob.

Geht’s vielleicht auch besser?

Ja! 😊

Wir zeigen dir smarte Wege, wie du dich richtig bewirbst, du sogar Spaß dabei hast und wie du deine Chancen auf den Traumjob deutlich erhöhst!

Kurzer Überblick: Das sind die Basics

Eine klassische Bewerbung beinhaltet folgende Basics:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse / Zertifikate

Mehr ist es nicht.

Aber der Teufel steckt im Detail. Jede Firma hat nämlich andere Erwartungen an Bewerbungen.

Daher lautet der wichtigste Tipp, bevor du irgendeine Grütze machst: Informiere dich bei deinen Wunsch-Unternehmen nach den Anforderungen für Bewerbungen.

Viele Firmen haben Karriereseiten auf deren Webseiten, wo alles Wesentliche steht, oder zumindest du Kontaktdaten eines Ansprechpartners, an den du dich wenden kannst.

Du solltest diese Infos unbedingt einholen. Zu wissen, was dein potenzieller Arbeitgeber konkret von dir erwartet, gibt dir Sicherheit und spart dir eine Menge Arbeit beim Erstellen der Bewerbung.

Erst dann solltest du mit Schritt zwei fortfahren: dem Anschreiben.

So setzt du ein Knaller-Anschreiben auf

Das Allerwichtigste bei einem bockstarken Anschreiben ist, dass du Langeweile vermeidest. Merke dir diese drei „u“, die du ab sofort zu deinen absoluten No-Gos erklärst.

Drucke sie aus, mach dir Wandtattoos davon, was auch immer dir dabei hilft, sie dir zu merken.

Es muss in deinen Kopf, dass Anschreiben niemals, niemals, niemals

  • unpersönlich,
  • uninteressant oder
  • unoriginell

sind.

Das Anschreiben ist heutzutage der wichtigste Baustein einer Bewerbung. Das hängt mit der Einstellung zahlreicher Arbeitgeber in der heutigen Zeit des Fachkräftemangels zusammen. Die sind nämlich der Auffassung, dass Motivation, Tatkraft und Lernbereitschaft viel wichtiger sind als Noten oder welche Hochschule du besucht hast.

Im Anschreiben bekommst du die Chance, genau diese Qualitäten auszudrücken. Aber gerade das fällt vielen Berufsanfängern schwer, die Anschreiben verfassen müssen. Sie spüren den Druck, ihnen fehlt die Erfahrung und nicht jeder von ihnen ist der geborene Texter.

Hier die gute Nachricht: Das musst du auch gar nicht sein! Nutze KI-Tools, um Knaller-Anschreiben formulieren zu lassen. Überhaupt solltest du KI-Tools für die Erstellung deiner Bewerbung verwenden, z. B. bei unseren 10 kreativen Tipps weiter unten im Artikel.

ChatGPT zum Beispiel kann mit kreativen Textentwürfen richtig gut weiterhelfen. Aber Achtung: Erinnerst du dich an die drei „u“? Die musst du bei ChatGPT genauso vermeiden, sonst kommt dabei nur generisches Zeug (von uns auch Grütze genannt 🍮) heraus.

Sage ChatGPT also mit einem konkreten Prompt, was du haben willst.

Schlechter Prompt:

Schreibe mir ein Anschreiben für einen Job im Marketing.

Guter Prompt:

Liefere mir Beispiele für starke, konkrete, aussagekräftige Anschreiben für die Bewerbung auf eine Marketingstelle.

Du wirst daraufhin eine Fülle an Beispielen und Vorschlägen erhalten, die du verfeinern und als Ausgangspunkt für dein individuelles Anschreiben nutzen kannst. Das Gute bei diesem Prompt ist außerdem, dass du den Datenschutz einhältst, weil du keine Firmennamen oder Namen von Personen nennst.

Das Anschreiben ist der zeitintensivste weil wichtigste Teil einer klassischen Bewerbung. Dein Lebenslauf sollte natürlich auch sauber geschrieben und deine Nachweise (Zeugnisse, Zertifikate) vollständig sein, aber das ist im Gegensatz zum Anschreiben eine einmalige Arbeit, du musst diese Dokumente nicht bei jeder Bewerbung neu aufsetzen.

So viel zur traditionellen Bewerbung und dem Anschreiben.

Aber hey, wir leben in 2024.

Gibt’s da nicht smartere Wege, um sich zu bewerben?

Na klar!

Bewerbung ja, aber originell! 8 kreative Wege

Mit diesen 7 Kreativbewerbungen hebst du dich von der Masse ab. Das ist der einzige und wichtigste Grund, weshalb du einfallsreich bei deiner Bewerbung sein solltest.

Los geht’s!

#1 Erstelle ein Bewerbungs-Video

Du hast alles in deiner Hosentasche, was du brauchst, um ein cooles Bewerbungsvideo zu drehen – selbst preiswerte Smartphones, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, haben eine gute bis sehr gute Kameraqualität. Davon konnte der alte Sack, der diesen Artikel für dich schreibt, vor über zehn Jahren nur träumen, als er sich nach dem Studium auf Jobs beworben hat! 😉

Mit deinem Smartphone kannst du locker Videos in HD- oder in UHD-Quali produzieren. Das reicht vollkommen aus. Allerdings sind bei den meisten Smartphones die Mikrofone shitty. Hier empfehlen wir dir, nachzurüsten, Bluetooth-Mikrofone für die Videoaufzeichnung gibt es bei Amazon für unter 15 Euro. Damit wirst du keine Studio-Songs aufnehmen können, aber die Audioqualität deutlich steigern. Außerdem siehts einfach cool und Influencer-mäßig aus, so ein Teil sichtbar am Hemd oder an der Bluse zu tragen. 🤭

Und was gehört jetzt in ein solches Video rein? Vor allem muss es kurz sein, unter einer Minute ist ideal, noch besser unter 30 Sekunden.

Nutze das Video als Pitch. Erzähle, warum du perfekt für den Job bist, welche Erfahrungen du in dem Bereich hast und was du bereits am ersten Tag im neuen Unternehmen gern anpacken würdest.

Ein Bewerbungsvideo hat den starken Vorteil, dass es persönlich ist. Die Entscheider im Unternehmen sehen deine Mimik und Gestik, hören deine Stimme, erhalten einen ersten Eindruck von dir. Achte daher auf saubere Kleidung, wie du sie auch in einem Vorstellungsgespräch anziehen würdest und auf eine gute Beleuchtung, in der du weder zu grell noch zu dunkel ausgeleuchtet bist.

Ja, das macht alles Arbeit, aber weißt du was? Gerade deshalb hebst du dich ab, weil der Großteil der Bewerber nicht dazu bereit ist, diese Arbeit in ein Bewerbungsvideo zu investieren. Also nutze die Chance!

#2 Erstelle eine Bewerbungs-Website

Websites lassen sich heutzutage an einem Wochenende bauen, mit ein bisschen Übung geht es noch schneller. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, die für Studenten mit wenig Kohle sinnvoll sind:

  • WordPress (Open-Source-System)
  • Website-Baukästen (Wix, Jimdo, Squarespace etc.)

Wir empfehlen dir Website-Baukästen, weil sie deutlich leichter als WordPress zu bedienen sind und weil die führenden Anbieter attraktive Studentenrabatte gewähren (Wix zum Beispiel 50 %). Bei den günstigsten Tarif sind das ein paar Euro im Monat, die du unbedingt investieren solltest.

Warum?

Weil du mit Website-Baukästen von Anfang an schicke Profi-Vorlagen für deine Bewerbungswebsite nutzen kannst, die fehlerfrei funktionieren.

Innerhalb weniger Stunden erstellst du so einen professionellen Online-Auftritt, mit dem du bei deinem potenziellen Arbeitgeber glänzt. Die Anbieter sorgen für einen reibungslosen technischen Ablauf, wohingegen du bei WordPress oftmals Schwierigkeiten mit zusammengewürfelten Plugins … ach, vertrau uns und nutze einfach ein Baukastensystem, okay? 😉

Denk unbedingt daran, dass du in deine Bewerbung an den Arbeitgeber einen Link zu deiner Website einfügst, damit du auch gefunden wirst.

#3 Erstelle ein Rätsel

Menschen lieben Rätsel.

Okay, nicht alle, aber die meisten von uns knobeln gern, sei es oldschool bei einem Sudoku oder beim Gamen an Smartphone, PC & Co. Vom einfachen Worträtsel bis zu komplexen Irrgärten sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Deine Rätsel sollten

  • Bezug zum Job bzw. zur Branche haben,
  • anspruchsvoll, aber nicht zu schwer sein,
  • deine Fähigkeiten hervorheben und
  • optisch gut gestaltet sein.

Natürlich sollten deine Rätsel auch lösbar sein. Wenn dir das jetzt klar wie Kloßbrühe vorkommt, hast du völlig recht, aber manche Leute kommen auf die seltsamsten Ideen… 🤭

Auch für die Erstellung von Rätseln kannst du KI-Tools wie ChatGPT nutzen. Das kann zwar theoretisch jeder machen, aber wer ist so crazy und zieht das echt in einer Bewerbung durch?

Eben!

Also trau dich.

#4 Entwickle ein Mini-Game oder eine App

Ein Mini-Game oder eine App sind noch viel genialer als ein Rätsel, aber auch aufwendiger. Dieser Tipp eignet sich daher vor allem für diejenigen unter euch mit Programmiererfahrung.

Mittlerweile gibt es auch Möglichkeiten, ohne Code zu programmieren, aber das ist ein Thema, das Zeit erfordert, und die hast du nicht, wenn du am Studienende hochwertige Bewerbungen erstellen willst.

Das sind freshe Ideen für ein Mini-Game:

  • Quiz-App
  • Endless Runner Game (Hindernissen ausweichen, springen, Belohnungen einsammeln)
  • To-Do-Listen mit Belohnungen

Und das sind tolle hilfreiche Apps:

  • Social-Media-Analysetool
  • Zeitmanagement-App
  • Notiz-App mit Special Features (z. B. Handschrifterkennung)

Wie gesagt, ein Mini-Game oder eine App zu entwickeln ist schon die hohe Kunst, aber genau deshalb so interessant und überzeugend für eine Bewerbung.

#5 Schlage Verbesserungen vor

Richtig umgesetzt ist das ein extrem effektiver und beeindruckender Weg, um deinen Traumjob zu ergattern.

Und der geht so: Du suchst gezielt nach Schwachstellen, die dir als Außenstehender bei deinem Wunschunternehmen auffallen. Das können zum Beispiel Rechtschreib- oder Weiterleitungsfehler auf der Website des Unternehmens sein, die dir aufgefallen sind. Auf solche Fehler hinzuweisen zeigt, dass du gewissenhaft und genau arbeiten kannst, was in vielen Jobs gefragt ist.

Es müssen nicht immer Fehler sein, die du benennst. Wenn du dich beispielsweise im Marketing-Bereich bewirbst, könntest du Vorschläge mitteilen, wie sich Social-Media-Kampagnen besser umsetzen lassen. Vielleicht kennst du auch Kanäle, die das Unternehmen noch nicht oder nur unzureichend nutzt. Erstelle ein Mini-Konzept hierfür und reiche es als Bewerbung ein.

Aber Vorsicht, der Schuss kann nach hinten losgehen, wenn deine Kritik wirkt, als käme sie von oben herab. Bleibe bei deinen Erläuterungen immer freundlich und respektvoll, außerdem solltest du deine Ideen stets als Vorschläge oder Denkansätze bezeichnen. Schließlich ist es Sache des Unternehmens, ob es deine Vorschläge annimmt oder nicht.

#6 Nutze die Audio-Bewerbung

Bewerbungen via Sprachnachricht boomen. Unternehmen schicken dir zum Beispiel Fragen, die du bequem mit Sprachnachrichten beantwortest. Oder du kannst mit einem einfachen Sprachbefehl deinen Sprachassistenten dazu anweisen, den Audio-Bewerbungsprozess zu starten – falls du einen Sprachassistenten hast.

Unternehmen, die das anbieten, wollen es Bewerbern so einfach wie möglich machen. Oft sind beide Seiten, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, froh darüber, weil so das zeitraubende Anschreiben wegfällt. Außerdem sind Sprachnachrichten persönlicher als Text und weit weniger aufwendig als die Produktion von Bewerbungsvideos.

Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest:

  • Nutze ein gutes Mikrofon, rüste notfalls nach
  • Sprich in einer ruhigen Umgebung ohne störende Hintergrundgeräusche
  • Vermeide Fülllaute wie „Ähm“, „Öh“, „Äh“ und Räuspern
  • Fasse dich kurz
  • Schreibe dir auf, was du sagen möchtest

Übe außerdem mehrmals laut, bevor du die Sprachnachrichten aufzeichnest und abschickst. Sprachnachrichten für eine Bewerbung dürfen nicht mit dem alltäglichen Gequassel verwechselt werden, das wir uns im Alltag über WhatsApp hin und her senden. Die Aufnahmen müssen seriös, professionell und klar rüberkommen, dann hast du die höchsten Erfolgschancen.

#7 Schreibe eine Story

Du hast Spaß am Schreiben?

Dann nutze das Talent und erfinde eine spannende Story, die den Leser in den Bann zieht.

Wie wäre es mit der Geschichte deiner eigenen Bewerbung, die schließlich dazu führt, dass du den Job bekommst und Erfolge für dein Wunsch-Unternehmen erzielst? Die Story darf und sollte unbedingt locker rüberkommen, mit einer Prise Humor und überraschenden Wendungen. Es geht also um Entertainment, ein bisschen so, als würdest du dir eine spannende Geschichte für Netflix ausdenken.

Wenn die Story gut geschrieben ist, wirst du damit Eindruck schinden. Und nebenbei gesagt ist Storytelling ein wichtiger Skill, insbesondere in der PR-Arbeit, aber auch im Product Development und in der Mitarbeiterführung.

Starke Geschichten kurbeln Verkäufe an, motivieren Mitarbeiter und ziehen Investoren an Land. Du wirst also durch dein Story-Talent noch wertvoller für das Unternehmen.

#8 Schicke Merch

Die Idee ist so absurd und lustig, dass sie schon wieder genial ist: Verschicke dein persönliches Merch an Unternehmen, um auf dich aufmerksam zu machen.

Hier mal ein paar Ideen, was du mittlerweile alles günstig, schnell und mit individuellem Design selbst erstellen kannst:

  • T-Shirts
  • Sticker
  • Tassen und Becher
  • USB-Sticks
  • Mauspads
  • Schlüsselanhänger
  • Kalender

Design-Tools wie Canva oder NetSuite helfen dir dabei. Jedoch solltest du das Merch sehr dezent einsetzen. Stell dir vor, du verschickst ungefragt 500 Mauspads an ein Unternehmen, die dort kein Mensch braucht. Das ist nicht nur spammy, sondern auch alles andere als nachhaltig. Schlimmstenfalls fällst du dadurch negativ bei dem Unternehmen auf.

Merch solltest du dezent einsetzen, es geht um die Geste, nicht um das Produkt selbst. Du kannst auch verschiedene Ideen clever miteinander kombinieren, etwa, deine Video-Bewerbung auf einem USB-Stick mit deinem Logo oder Foto verschicken. Du solltest das vorher aber unbedingt per Mail ankündigen und dir im Klaren darüber sein, dass die IT deinen USB-Stick prüfen wird.

Passiv bewerben: Lass dich finden!

Der Weg klappt immer häufiger und spart viel Zeit: Auf Portalen wie Xing, LinkedIn oder Znapp erstellst und aktivierst du Profile, lädst deine Dokumente hoch und – wartest. Die Sache hat aber auch einen Haken: Gerade weil das so bequem ist, springen viele auf den Zug auf.

Außerdem begibst du dich in eine passive Rolle, musst darauf warten, bis sich Unternehmen bei dir melden. Und dann ist noch lange nicht gesagt, dass das auch Unternehmen sind, die zu dir passen.

Unser Fazit: Die passive Bewerbung ist ein Nice-to-have, das du mit nutzen kannst. Aber du solltest dich nicht allein darauf verlassen, sondern das Zepter immer selbst in der Hand behalten, indem du aktiv mit Bewerbungen auf deine Wunsch-Unternehmen zugehst.

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Wir wünschen dir viel Erfolg und Spaß bei deiner Bewerbung, denn vergiss nie: Der Weg ist das Ziel. Und wenn deine Bewerbung kreativ ist, wirst du auch in einem coolen Unternehmen ankommen.

Alles Gute und ahoy!

Dein Staytoo-Team

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